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Ansprechpartner: Benjamin Dörge | Leue Sensorics

Benjamin Dörge
Dipl.- Ing. (FH)

Vertriebsingenieur / Projektbetreuung

Tel.: 05149 92208

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Funkfernsteuerungen

Industrielle Funkfernsteuerungen (Radio Remotecontrol oder RC) steuern verschiedenste technische Geräte, Krane oder Maschinen mit  Funksignalen kabellos aus der Ferne.

Zur Erhöhung der Arbeitssicherheit sind bei gefährlichen Anwendungen die Verwendung von z.B. Totmanneinrichtungen Pflicht. Um eine unbeabsichtigte Bewegung eines sicherheitsrelevanten Bauteils/ Schwenkarm/ Krans zu verhindern muss der Bediener den Totmannschalter vor dem eigentlichen Funk-Befehls betätigen. Ohne diese Freigabe reagiert der Schalter nicht und es werden keine Befehle vom Funksender an den Funkempfänger übertragen.

Die Fernsteuerung kann mit verschiedenen Schaltern und Joysticks je nach Anwendungsbedarf bestückt werden. Je nach Einsatzbereich kann ein Funkpult oder ein Handheld (Handfunkgerät) verwendet werden.

Die “Listen before talk”- Technologie mit automatischem Frequenzmanagment AFM erhöht die Betriebssicherheit des Gesamtsystems. Mehrere Systeme können gleichzeitig betrieben werden, ohne sich gegenseitig  zu stören. Die Anzahl der Systeme ist abhängig von der verfügbaren Gesamtbandbreite.
Bei Einschalten des Systems geht das Bedienpult (als Mastereinheit) in einen SCAN-Lauf, um den bestmöglichen Kanal zu ermitteln. Es wird auch  darauf geachtet, dass der augewählte Kanal soweit wie möglich von benutzten Nachbarkanälen entfernt ist. Der stationäre Transceiver (als Slaveeinheit) befindet sich die gesamte Zeit in einem SCAN-Lauf auf der Suche nach der Mastereinheit.

Sobald die Mastereinheit den bestmöglichen Kanal ausgewählt hat, fängt diese an zyklisch zu senden und zu empfangen. Antwortet innerhalb einer gewissen Zeit der Slave nicht, begibt sich die Mastereinheit in einen erneuten SCAN-Mode,  um einen anderen guten Frequenzkanal zu finden. Sobald der Slave antwortet, befindet sich die Anlage in einemstabilen Sende-/Empfangszustand. Im Falle zu stark auftretender Störungen während des Betriebs, geht die Mastereinheit in einen neuen SCAN-Mode.

Typische Anwendungsbereiche für die Industrie sind die  Mobilhydraulik, Automotive, Industrie, Agrartechnik und Logistik.

 

Frequenzbänder:

434 MHz / ISM-Band Europa:

Dieses Band ist trotz seiner weiten Verbreitung und Nutzung HF-technisch eines der besten in

Bezug auf Reichweite, Reflektionsverhalten, etc. Speziell für Anwendungen geeignet, bei der keine hohe Baudrate, aber sehr gutes Reichweiteverhalten erforderlich ist.

868 MHz / ISM-Band Europa :

Dieses Band ist vergleichbar mit dem 434 MHz mit leichten Reichweite einbußen. Leider stehen hier wesentlich weniger Frequenzen zur Verfügung.

900 MHz / ISM-Band USA:

Dieses Frequenzband hat hervorragende Eigenschaften, wenn man ein “Frequenz-Hopping”-Verfahren verwendet. In diesem Falle können auch wesentlich höhere Ausgangsleistungen benutzt werden. Leider ist dieses Band in Europa nicht erlaubt.

Frequenzhopper dürfen in Europa nur im 2,4 GHz-Bereich genutzt werden, der aber aufgrund der hohen Frequenz andere wesentliche Nachteile zum Beispiel in Bezug auf die Reichweite zeigt.

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